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Pressemitteilung Nr. 06/2019 vom 06.03.2019

Neue Deponiegasanlage auf der Deponie Guben

Neue Deponiegasanlage auf der Deponie Guben leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz

 

Mit der abfallrechtlichen Abnahme durch das Landesamt für Umwelt Brandenburg und dem Abschluss des Probebetriebes konnte zu Beginn des Jahres die neue „Regenerative Thermische Oxydationsanlage“ (RTO) auf der Deponie Guben den Dauerbetrieb aufnehmen.

Die neue Anlage ersetzt die bisherige Verdichter- und Fackelanlage aus dem Jahre 2013.

Auf Grund des Rückganges der Deponiegasproduktion im Deponiekörper war die alte Gasanlage technisch nicht mehr in der Lage die noch vorhandenen Deponiegasmengen stabil zu fassen und zu verbrennen.

 

Mit dem Einsatz der RTO entschied sich der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft des Landkreises Spree-Neiße für einen ganz neuen Ansatz bei der Fassung und Entsorgung des Deponiegases.

Das sich bildende Deponiegas wird nicht wie bisher nur gefasst und verbrannt, sondern es wird Umgebungsluft in den Deponiekörper eingesaugt. Durch den von außen zugeführten Luftsauerstoff lässt sich der Deponiekörper vom derzeitigen anaeroben in einen aeroben Zustand, vergleichbar mit einer Kompostieranlage, überführen und somit die Bildung von klimaschädlichem Methan verhindern. Das nur noch mit sehr geringen Methangehalten belastete Deponiegas wird über das bereits vorhandene Gasfassungssystem abgesaugt und in einer sogenannten BMF HAASE Vocsibox® flammlos bei ca. 1.150 C°, unter Einhaltung der Vorgaben der TA-Luft, thermisch behandelt.

 

Durch den Einsatz der RTO verläuft der aerobe Abbau der im Deponiekörper noch vorhandenen organischen Bestandteile künftig vier- bis fünfmal schneller ab, als unter den bisherigen anaeroben Verhältnissen. Dies hat zur Folge, dass in 3 bis 4 Jahren nur noch geringe Mengen an Deponiegas produziert und in ca. 8 Jahren auf eine aktive Gasfassung und -behandlung gänzlich verzichtet werden kann. Mit Hilfe dieser Maßnahme, im Fachterminus Stabilisierung genannt, lassen sich in den nächsten Jahren insgesamt 39.200 Tonnen CO2-Äquvalente einsparen. Daher wurde der Aufbau der RTO in das Programm des Landes Brandenburg zur Förderung von Maßnahmen zur Reduzierung von CO2 und anderen Treibhausgasen auf Deponien aufgenommen und mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE Fonds) und des Landes Brandenburg gefördert.

 

Durch die Stabilisierung kann wie geplant in den Jahren 2021/2022 die endgültige Sicherung und Rekultivierung des Deponiekörpers mittels einer Oberflächenabdichtung realisiert werden.

 

EB Abfallwirtschaft


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